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Museum Eckernförde : Sonderausstellungen : Heide, Moor und Birken
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Heide, Moor und Birken

Heide, Moor und Birken
Otto Modersohn und die Worpsweder

Otto Modersohn (1865–1943) war Gründungsmitglied der Künstlerkolonie Worpswede, eine der bedeutendsten Künstlerkolonien Europas an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Im Sommer 1889 kam Modersohn mit seinen Studienfreunden Fritz Mackensen und Hans am Ende erstmals in den kleinen Ort im Teufelsmoor bei Bremen. Am Ende des Sommers entschlossen sie sich, den Akademien den Rücken zu kehren und sich in Worpswede niederzulassen. Aber erst, als Heinrich Vogeler und Fritz Overbeck hinzukamen, gründeten sie im Dezember 1894 die "Künstler-Vereinigung Worpswede". Bereits ein halbes Jahr später triumphierte die Künstlergruppe auf der Jahresausstellung der Münchener Künstlergenossenschaft im Glaspalast und machte Worpswede als Künstlerkolonie bekannt.

Worpswede wurde zu einem Ort, der schnell weitere Künstlerinnen und Künstler anzog – auch Malschülerinnen wie die aus Bremen kommende Paula Becker und die in Walsrode geborene Hermine Rohte. Mit ihrer Hinwendung zu stimmungsvollen Landschaftsmotiven und Darstellungen der meist bäuerlichen Bevölkerung trafen die Worpsweder Maler den Nerv der Zeit.

Bei zunehmender Industrialisierung und boomenden Städten suchten die Künstler die Einfachheit und Ruhe entlegener Dörfer, die bis dahin von der Kunst wenig beachtet worden waren und deren oft unspektakuläre Motive lange als nicht darstellungswürdig galten. Sie ließen den Akademiebetrieb hinter sich und gingen zum Malen direkt in die freie Natur. Die Worpsweder waren fasziniert von der weiten Landschaft mit ihren Torfkanälen, in denen sich der hohe Himmel spiegelt. Heide, Moor, Birken und Gehöfte mit tief herabgezogenen Dächern sind die wiederkehrenden Motive der Künstler.

Otto Modersohn, der 1901 die künstlerisch herausragende Paula Becker geheiratet hatte, gab nach ihrem Tod 1907 das Leben in Worpswede auf, zog in das nah gelegene Fischerhude und entfaltete hier ein reiches künstlerisches Schaffen. In der malerischen Wümmeniederung entstanden Studien und Gemälde, in denen er die Wasserläufe, die Wiesen und Gehöfte im milden Licht mit großzügig zusammenfassender Pinselschrift festhielt. Bis zu seinem Tod 1943 blieb Modersohn in Fischerhude ansässig, das sich zunehmend ebenfalls zu einem Künstlerdorf entwickelte.

Die Ausstellung zeigt vor allem Leihgaben der Kunsthandlung und Galerie Dr. Michael Nöth, die seit einigen Jahren Präsentationen deutscher und französischer Impressionisten auf der Eckernförder Carlshöhe realisiert. Unsere Ausstellung zur Künstlerkolonie Nidden im vergangenen Jahr gab den Impuls zur Kooperation von Galerist, CARLSART78 und Museum und stellt nun Werke Otto Modersohns und der Worpsweder in den Mittelpunkt.

Unterstützt werden wir vom Otto-Modersohn-Museum in Fischerhude, aus dem wir zusätzliche Leihgaben und biografische Materialien erhalten. Somit werden 20 Werke von Otto Modersohn, sowie 9 Arbeiten von Hans am Ende (1864–1918), Paula Modersohn-Becker (1876–1907), Hermine Overbeck-Rohte (1869–1937) und Heinrich Vogeler (1872–1942) zu sehen sein.

info

Laufzeit

28. April – 14. Juli 2019
Ausstellungseröffnung: Sonntag, 28. April, 11.30 Uhr


Öffnungszeiten

Dienstag bis Freitag
14.30 bis 17 Uhr
10 bis 12.30 Uhr

Sonnabend und Sonntag
11 bis 17 Uhr

An Feiertagen
14.30 bis 17 Uhr


Publikationen

Begleitheft zur Ausstellung, 2 Euro

Begleitende Veranstaltungen

Lesung und Buchpräsentation
Paula Modersohn-Becker/Otto Modersohn. Der Briefwechsel Es lesen die Schauspielerin Verena Güntner und der Schauspieler Robert Levin Moderation: Antje Modersohn, Otto-Modersohn-Museum, Fischerhude
Donnerstag, 9. Mai, 19.00 Uhr Kosten: 8,00 € Begrenzte Sitzplätze, Reservierung erbeten unter Tel. 04351-712547

Vortrag Nach allen Seiten die köstlichsten Bilder. Otto Modersohn – Worpswede und Fischerhude
Regina Gerisch M.A., Kunsthistorikerin bei Dr. Nöth Kunsthandel + Galerie
Sonntag, 12. Mai, 11.30 Uhr Kosten: Museumseintritt zzgl. 1,00 Euro

Schreibcafé für Erwachsene Frühlingsgefühle: in Farben, in Briefen, im Schreiben! mit Margret Bielenberg M.A., Journalistin, Kursleiterin für Kreatives Schreiben und Buchautorin
Do, 16. Mai, 15.00 – 17.30 Uhr Kosten 8,00 € inkl. Eintritt, Führung, Kaffee und Tee Anmeldung unter Tel. 04351-712547

Führungen durch die Ausstellung

Sonntag, 05.05., 19.05., 16.06., 23.06., 14.07. um 11.30 Uhr

Mittwoch, 22.05., 29.05., 05.06., 12.06., 03.07. um 15.00 Uhr

Gruppenführungen nach Vereinbarung

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