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Portaits der Familie Henningsen von H. F. Baasch

Henningsen
Die drei Porträts des Ehepaares Elisabeth und Georg Henningsen und des Sohnes Paul Paulsen Henningsen sind 1815 entstanden und stehen damit am Beginn der Karriere des Künstlers Hans Friedrich Baasch als Porträtmaler in Eckernförde, der sich im gleichen Jahr das Haus in der St. Nicolai-Straße 27 kaufte. In der Gemäldesammlung des Museums reihen sie sich zeitlich zwischen dem Selbstporträt des Künstlers und dem Porträt seiner Frau – beide wohl 1812 unmittelbar nach seiner Rückkehr aus Kopenhagen entstanden, wo ihm die Goldmedaille der Akademie und damit ein Reisestipendium für Rom versagt blieben – und dem Porträt der Bürgermeistergattin Magdalena Elisabeth Suadicani aus dem Jahre 1822 ein.

Wer war dieser Georg Henningsen, der sich und seine Frau von einem Künstler zu einem Zeitpunkt malen ließ, als dieser erst wenige Kostproben seiner Bildniskunst, etwa die Porträts des Georg Wilkens und Familie (1813), Gutsinspektor auf Damp, abgeliefert hatte? Für die Dargestellten selbst können wir nur auf wenige verwertbare Nachrichten zurückgreifen. So wissen wir nur, dass Georg Henningsen am 17. Februar 1748 in Tondern geboren wurde, über seine familiäre Herkunft dagegen aber nichts. Im Jahre 1783 trat er seine erste Pfarrstelle als 2. Pastor ("Compastor" oder Diakon) an der Marienkirche in Grundhof/Angeln an. Vermutlich hat er hier Elisabeth Paulsen (*24. Dezember 1755 in Flensburg) kennengelernt, die er am 30. September 1785 in Flensburg heiratete.

Hennigsen1789, im Jahr der Französischen Revolution, ließ er sich auf die Pfarrstelle an die St. Johannes - Kirche in Töstrup (heute Gemeinde Oersberg) in Angeln versetzen, deren Umbau zur Saalkirche damals gerade begonnen hatte und erst 1792 nach Verlängerung des Kirchenschiffs und dem Neubau der Westwand abgeschlossen wurde. Das Ehepaar Henningsen bezog das 1789 fertiggestellte Pastorat, aber so richtig zufrieden war der Pastor damit nicht: "Groß und geräumig, aber feucht und kalt; nicht alle Zimmer können beheizt werden", so beschrieb er seine neue Wohnung. In dieser Zeit wurde auch der Sohn Paul Paulsen geboren (26.10.1791), der später Besitzer des Gutes Schönhagen bei Karby in Schwansen war.

Auseinandersetzungen mit dem Gutsherrn um Holzlieferungen führten im Jahre 1807 zur Versetzung nach Quern, an die dortige St. Nicolai-Kirche, wo Georg Henningsen bis zu seiner Pensionierung 1818 blieb. Als Ruheständler zog er mit seiner Frau nach Kappeln, die bereits 1822, ein Jahr vor ihm, dort verstarb.

Zu den Porträts ist ein Museums-Sammelblatt im Museum erhältlich, dort auch die Quellenhinweise zu den Zitaten.

Für die Vermittlung der Bilder des Ehepaares Henningsen im Jahre 2011 danken wir der Redakteurin der Sendung "Lieb & Teuer", Marina Bartsch-Rüdiger, und der Moderatorin Ann-Katrin Schröder vom NDR Hamburg.

Das Porträt des Sohnes konnten wir Anfang Juni 2012 aus Kieler Privatbesitz erwerben.

Daten zu den Bildern:

Pastor Georg Henningsen und seine Frau Elisabeth, geb. Paulsen, 1815
Öl/Lwd., je 64,4 x 48,6 cm
sign. u. dat. rückseitig Mitte: H F Baasch 1815
ME Inv.-Nr. 2011/58, 59; ehem. Privatbesitz Neumünster [Baasch-Kat. 2003 Nr. HFB 9, 10]
Erworben 2011 dank großzügiger Spenden von Edmund Lomer und Dr. Jens Meier, Eckernförde, und restauriert 2012 durch Dipl. Rest. Ursula Lins, Rietberg (Fotos: Museum)

Paul Paulsen Henningsen, 1815
Öl/Lwd., 59,6 x 44,7 cm
sign. u. dat. rückseitig Mitte: H. F. Baasch 1815
ME Inv. Nr. 2012/75; ehem. Kiel, Privatbesitz [Baasch-Kat. 2003 Nr. HFB 11]
Erworben durch den Museumsverein Eckernförde e.V. 2012

wegweiser

PORTRAITS DER FAMILIE HENNINGSEN

Raum 1.02
 

 

 
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